{Rezension} Der Asteroid ist noch das kleinste Problem von Katie Kennedy

Dienstag, 25. April 2017


Der Asteroid ist noch das kleinste Problem als Buch




Der Asteroid ist noch das kleinste Problem
Autor: Katie Kennedy
Verlag: Planet
Seitenanzahl: 368
ISBN: 9783522505505 
Reihe:-
Rezensionsexemplar: Ja
Dt. Erstausgabe: 03/2017
Preis: 14,99€
Ein Asteroid rast auf die Erde zu. Ein großer und ziemlich gefährlicher. Vielleicht nicht unbedingt einer von der Sorte „Ich-töte-alle-Dinosaurier", aber zumindest einer in Richtung „Ich-lösche-ganz-Kalifornien-aus-und-zerstöre-Japan-mit-einem-Tsunami". Yuri, Physikgenie, soll zusammen mit einem Team von Superhirnen aus der ganzen Welt diese Katastrophe verhindern. Die gute Nachricht ist: Yuri weiß, wie er den Asteroiden stoppen kann. Die schlechte Nachricht: Er ist gerade mal 17, und keiner seiner Kollegen nimmt ihn so richtig ernst. Schließlich haben sie länger Physik studiert, als er überhaupt auf der Welt ist. Doch von einer Sekunde auf die andere scheint der Asteroid nicht mehr Yuris größtes Problem zu sein, denn er lernt Luna kennen. Ein Hippie-Mädchen, das ihm zeigt, wie das Leben aussehen kann, wenn man nicht als Genie auf die Welt gekommen ist und mit 12 seinen Schulabschluss gemacht hat. Sie nimmt ihn mit ins Leben und zeigt ihm, wie schön es sein kann …

Schon im Vorfeld war ich sehr gespannt auf dieses Buch, weil mich die ganze Geschichte einfach angesprochen hat. Irgendwie habe ich mir neben dieser wirklich ernsten Asteroiden Sache eine wirklich süße Liebesgeschichte mit tollen Protagonisten gewünscht, welche mich auch nach dem Buch erst einmal nicht loslassen. Und genau das habe ich auch bekommen, oder vielleicht war es sogar noch besser. Das Buch habe ich nämlich an einem Abend durchgelesen und legte es mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus der Hand. 
Der Protagonist Yuri ist ein russisches Physikgenie, ein echtes Superhirn, welches mit 12 seinen Schulabschluss gemacht hat und mit 17 nun Professor an einer Universität sein soll. Ach ja und er möchte den Physik Nobelpreis bekommen, also doch schon recht kleine Ziele.
Yuri konnte mich mit seiner ganzen Art von der ersten Seite an vollkommen fesseln. Er hatte selbst im Buch einen richtigen Akzent und ich fand es auch toll, dass erklärt wurde, wie dieser überhaupt zustande kommt, sodass ich mich irgendwann nicht mehr gewundert habe, warum bestimmte Dinge fehlen. Was mir vor allem an ihm ein wenig leidtut ist, dass er zum einen noch nie wirklich richtig gelebt hat. Es gab da immer nur die Physik und nun muss er einen Asteroiden aufhalten. Wo ist der Spaß? Wo ist das Rummachen mit einem Mädchen, der Kinobesuch mit der Familie oder das Fußballspielen mit den besten Freunden? Es sind die kleinen Dinge, welche er noch nicht wirklich erleben und genießen konnte. Zum anderen ist da sein alter und sein Superhirn. Er ist wahnsinnig schlau und wurde nach Kalifornien geholt um den Asteroiden aufzuhalten, er wurde geholt, weil er schlau genug dafür ist und man große Hoffnung auf ihn setzt. Also warum bitte nehmen die Erwachsenen ihn dann nicht auch für voll? Ich meine ehrlich, wo bleibt da der Sinn?
Es hat aber sehr gut in dieses Buch gepasst, weil es ein paar Menschen brauchte, über die ich mich aufregen konnte und welche die Idioten in diesem Buch spielen mussten.
Und dann gibt es da noch Luna, ein Hippie-Mädchen welches auf andere ziemlich schräg rüber kommen kann, aber sie hat so ein unglaubliches Selbstbewusstsein. Luna macht alles was sie tut mir so viel vertrauen in sich und das fand ich unglaublich. Ein wenig hat sie mich auch an die Luna aus Harry Potter erinnert und vielleicht war dies ja auch einer der Gründe, warum sie mir so sympathisch war. Ich glaube, noch viele Leser werden sich in Luna verlieben.
Insgesamt war die Geschichte einfach wundervoll, vor allem weil es teilweise auch sehr physikalisch wird, aber man alles Verstehen kann. Ehrlich gesagt wäre ich auch traurig gewesen, wenn der Asteroid und die ganze Nobelpreis Sache in den Hintergrund gerückt wäre, um der Liebesgeschichte Platz zu machen. 
Katie Kennedy konnte mich mit ihrem Buch also vollkommen begeistern und vielleicht wird es Euch ja genauso ergehen.


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