{Rezension} Landnahme von Christoph Hein

Montag, 28. November 2016

Landnahme als Taschenbuch




Landnahme 
Autor: Christoph Hein
Verlag: Suhrkamp
Seitenanzahl: 328
ISBN:9783518457290 
Reihe:-
Rezensionsexemplar: -
Dt. Erstausgabe: 02/2008
Preis: 11,00€

Bernhard Haber ist zehn, als er 1950 mit seinen Eltern aus Breslau in eine sächsische Kleinstadt kommt, wo man Vertriebene und Ausgebombte lieber heute als morgen wieder abreisen sähe. Zwar werden Handwerker gebraucht, und Bernhards Vater ist Tischler, aber die Einheimischen bestellen ihre Möbel natürlich nicht bei dem Fremden. Dem Jungen begegnet man in der Schule nicht viel besser, sich durchbeißen und immer wiedere Schläge einstecken - das erkennt er rasch als den einzigen Weg. 
Vor dem Lesen des Buches, waren meine Erwartungen an die Geschichte von Bernhard Haber nicht besonders hoch, da “Landnahme in ein Genre gehört, welches ich nicht gerne lese. Dennoch behandelt das Buch ein Thema, welches vor allem jetzt wieder Aktuell ist. “Flucht und Vertreibung aus dem eigenen Land, sich dann als Außenseiter in einem Fremden Land etablieren. 
Zwei Punkte an dem Buch haben mir wirklich gut gefallen, zum einen, dass es echt wirkt. Eine weile lang habe ich wirklich geglaubt, dass Guldenberg gibt existiert und man sich alles dort ansehen könnte wen man nur hinfuhr. Zum anderen hat Christoph Hein, dass Buch nicht aus der Sicht des Protagonisten Bernhard Haber, sondern aus der Sicht von 5 Personen geschrieben. Dies sind 5 Personen die Bernhard Haber auf seinem Lebensweg an der ein oder anderen Stelle begleitet haben und nun teilweise seine Geschichte erzählen. Dies sorgt dafür, dass man verschiedene Sichtweisen auf das Geschehen bekommt und man sich auch auf die Ereignisse eine eigene Meinung bilden kann.

“Eine Stadt ist zu vielem fähig, mein Junge, da reicht eine kleine Dummheit aus, und dann findest du in einem so hübschen Nest wie dem unseren nicht mehr genug Sauerstoff, um zu atmen, mein Junge” - S. 25

Der Schreibstil von Christoph Hein ist sehr einfach gehalten, sodass man nicht während des Lesen Worte nachschlagen musste. Dennoch habe ich mich leider mühsam durch dieses Buch quälen müssen. Wie bereits erwähnt, bin ich jemand der nicht so gerne in diesem Genre liest. Natürlich mag ich Romane sehr gerne, aber die deutsche Geschichte wurde im Unterricht leider viel zu sehr durchgekaut als das ich mich in einem Buch vollkommen begeistern konnte.
Ein weiter Punkt den ich an diesem Buch zu kritisieren habe ist, dass die Geschichte sehr langatmig war. Meiner Meinung nach hätte man das Buch gut und gerne um mehrere Seiten kürzen können ohne das wichtige Ereignissen verloren gegangen wären.
Zusammenfassen kann ich für mich sagen, dass man “Landnahme” im Unterricht lesen kam um dieses Buch vor allem mit Geschichte zu verbinden, aber Privat würde ich dieses Buch wahrscheinlich nicht noch einmal in die Hände nehmen.


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